Mittwoch, 29. Mai 2019

Warten in Hals


Mittwoch, 29. Mai 2019. Hals am Limfjord. Warten auf weniger Wind. Wir bekommen Post.

Hier in Hals warten wir darauf, dass der Wind nachlässt. Seit über einer Woche bläst es nun ziemlich stark (by the way: die Fliegenplage hat sich mit dem starken Wind gestern auch von selbst erledigt). Meistens vier Beaufort (oder mehr, wie gestern) und vor allem in den Böen geht es ordentlich zur Sache mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 50 oder gar 60 km/h. Der Hafen ist dankenswerterweise ganz passabel zum Warten, denn der Ort bietet gute Versorgungsmöglichkeiten, viele Lokale (die wir allerdings kaum nutzen), einen ruhigen und günstigen Liegeplatz mit Strom und Wasser direkt vor der Tür, obendrein gutes Internet via WLAN.

Für das Weiterfahren auf die andere Seite des Kattegats nach Göteborg haben wir mehrere Optionen. Die präferierte Variante ist, bei gutem Wetter (also moderatem Wind und niedriger Welle) direkt von hier aus um den Norden Läsös herum bis zum östlichen Hafen im Nordosten der Insel zu fahren. Das wären etwas weniger als 80 km oder etwa 7 bis 8 Stunden Fahrzeit. Alternativ könnten wir auch weitere Häfen an der Westküste Jütlands nördlich von uns anlaufen. Da kämen Hou, Asaa, Voersa oder Saeby in Frage. Von dort würde sich der Törn nach Läsö entsprechend verkürzen. Bei Westwind könnten wir zu diesen Häfen weitgehend unter Landschutz fahren. Näher als einen Kilometer darf man dem Ufer aber nicht nahe kommen, denn die Strände und die anschließenden Ufergewässer fallen nur sehr allmählich ab.

Unsere Post kommt wie versprochen heute an. Zu Hause hatten wir verabsäumt, uns die Törnführer für Schweden zu bestellen bzw. waren davon ausgegangen, diese Bücher in Kiel oder Flensburg kaufen zu können. Dort hatten wir das aber vergessen. Deshalb muss mal wieder Amazon herhalten. Weil über die Mittagszeit niemand im Hafenbüro anwesend ist, nimmt der Auslieferfahrer das Paket aber wieder mit (bekommen wir per Email mitgeteilt). Als ich gestern mit dem Hafenmeister sprach, um ihm die Sendung anzukündigen, hatte er mir gesagt, in solchen Fällen würde die Lieferung meistens im Ort abgegeben, wo man sie dann holen könne. Am Nachmittag starten wir einen Versuch im lokalen Postamt, das eigentlich eine Boutique ist, die aber neben dem Hauptgeschäft auch die lokalen Postdienstleistungen übernimmt. Und tatsächlich: Nach einigen Verständigungsschwierigkeiten mit der Shopleiterin finden wir unser Päckchen. Wir kaufen noch etwas ein und drehen zu Fuß eine kleine Runde um den Ort. Zu größeren Märschen haben wir heute nach dem gestrigen Hatsch keine Lust und Energie.

Das wäre die präferierte Variante für unsere Weiterfahrt. In einem Rutsch auf die Ostseite von Läsö.

 So ginge es auch. In kleineren Schritten an der Ostküste Jütlands nordwärts. Statt des östlichen Hafens könnte man auch zunächst den näher gelegenen westlichen Fährhafen auf Läsö ansteuern.

 Die Kreuzfahrtschiffe geben sich in Aalborg bzw. im Limfjord die Klinke in die Hand. Diejenigen, die wir bisher gesehen haben, sind allesamt von der Viking Reederei.

 Die beiden Eisbrecher warten hier auf das nächste Eis oder einen Forschungsauftrag.

 Die Lotsenstation ist im Hafen von Hals beheimatet. Alle größeren Schiffe bekommen hier einen Pilot an Bord gebracht.

 Fisch auf der Stange.





 Boutique und Postamt. Hier holen wir heute unsere Buchsendung ab.


 Kleiner Gang um den Ort herum. Dieser Weg ist uns zu matschig und wir drehen um.













Wir sehen viele sehr gepflegte Häuser und Gärten.

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