Sonntag, 19. Mai 2019

Nebelfahrt nach Grenaa


Sonntag, 19. Mai 2019. Von Arhus nach Grenaa, 69 km und viel Nebel.

Gestern Abend hatten wir noch gedacht, wir schlafen lange und bleiben den Sonntag über in Arhus, aber als ich heute Morgen um 5 Uhr mal kurz aufwache und darüber nachdenke, wie lange wir eigentlich schon in dieser Marina sind, wird mir beim Nachrechnen bald klar, dass unsere 4 gebuchten Tage heute ablaufen. Außerdem ist passender Wind, also wenig davon, angesagt. Zu früh brauchen wir nicht los, trotz der 70 Kilometer, denn um 8 Uhr soll es noch neblig sein. Also noch mal wieder hinlegen und weiterschlafen. Aber der Nebel will sich nicht lichten. Auch um neun, zehn und elf Uhr ist weniger als 500 Meter Sicht. Dann plötzlich wird es lichter. Um 1135 werfen wir die Leinen los.

Nach und nach wird die Sicht besser. Trotzdem schalten wir heute erstmals seit langer Zeit wieder das Radargerät ein. Der Wettervorhersage entsprechend kommt ab 16 Uhr die Sonne raus: fast gleichzeitig legt der Wind aber auch auf 10 bis 12 Knoten zu und die schräg von vorn kommenden Wellen erreichen 40 bis 50 cm Höhe. Geht gerade noch, beginnt aber bereits, ungemütlich zu werden. Kämen sie von querab, könnten wir das Fahren jetzt vergessen. Interessanterweise kommt plötzlich wieder Nebel auf, und zwar in großen Fetzen. Fogpatches, sagt man im Englischen dazu. Die Sicht geht stellenweise auf wenige Hundert Meter runter. Das nur 1 km entfernte Land sehen wir nicht mehr.

Um 1750 liegen wir in einer großen Marina, in der es noch viel freien Platz, sogar an einer Längspier, gibt. Mittlerweile scheint die Sonne wieder und wir essen im Cockpit, bevor wir zu einem flotten Marsch am 8 Kilometer langen Sandstrand aufbrechen. Nach anderthalb Stunden sind wir wieder zurück.

 Arhus liegt hinter uns. Der Nebel lichtet sich langsam.

 Am Nachmittag kommt zögerlich die Sonne raus. Christine hält ein verspätetes Mittagsschläfchen.

 Plötzlich zieht wieder Nebel auf. Die Sonne bleibt zu sehen, aber am Boden geht die Sicht bis auf wenige hundert Meter zurück.

 In der großen Marina von Grenaa an einem Längssteg.

 Blick von der anderen Seite auf den Hafen und die -einfahrt.

 Wir tun noch etwas für die Muskulatur nach dem langen Sitzen heute und marschieren flotten Schrittes den Strand entlang.


 Die Tage werden immer länger. Als wir zurückkommen, scheint die Sonne immer noch.

 Ende der heutigen Tour im Hafen von Grenaa. So leer wie auf diesem GE-Bild ist es heute aber denn doch nicht.


Von Arhus nach Grenaa, 69 km.


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