Dienstag, 17. Juli 2018

Schamane in Harlingen


Dienstag, 17. Juli 2018. Harlingen Noorderhaven. Eva und Thomas laufen mit „Schamane“ in Harlingen ein.

Am Vormittag machen wir einen Großeinkauf beim Albert Heijn, damit wir für unseren morgen eintreffenden Besuch schon etwas vorgebunkert haben. Am Nachmittag kommen Eva und Thomas mit ihrem Boot in unserem Hafen an. Nachdem die Leinen fest sind, setzen wir uns zu Kaffee, Kuchen und Sekt gemütlich zusammen und gehen später gemeinsam essen.

 Boote an der Südpier des Noorderhavens, angeschienen von der Morgensonne.

 Am Nachmittag laufen Eva und Thomas mit Schamane ein ...

 ... und finden hinter der Fußgängerbrücke noch ein gutes Plätzchen für ihr Boot.



Montag, 16. Juli 2018

Von Texel nach Harlingen


Montag, 16. Juli 2018. Von Texel nach Harlingen in den Noorderhafen, 50 km.

Nachdem der Lazy-Sunday gestern als Krönung mit dem Endspiel der Fußball-WM seinen Abschluss fand, ist heute wieder Seefahrt angesagt. Wir wollen mit der auflaufenden Flut im Nacken nach Harlingen. Deshalb legen wir bereits um 8 Uhr ab. Anfangs schiebt uns der Strom mit 3,5 km/h, später sind es meistens zwischen 2 und 3 km/h. So „fliegen“ wir also unserem Ziel entgegen. Das Fahrwasser ist gut betonnt und meistens tiefer als 10 Meter. Während der ersten zwei Stunden haben wir noch 10 bis 12 Knoten Wind und 40 cm Wellenhöhe, also etwas Bewegung im Boot. Das wird während der zweiten Hälfte des Törns aber deutlich angenehmer und am Ende haben wir fast Flaute und spiegelglatte See. Außerdem wird es langsam richtig warm. Für Harlingen sind 3 Grad mehr Lufttemperatur angesagt als für Texel, immerhin 30 Grad.

Auf dem Wasser ist die Hölle los. Eine große Flotte historischer Plattbodenschiffe verlässt Harlingen und setzt die Segel. Schön anzuschauen. Pünktlich zu Mittag öffnet sich die Prins Hendrikbrug und wir fahren in den Noorderhaven, ein zentral gelegenes Hafenbecken vor dem Rathaus und mitten in der Stadt. Hier sind wir noch im Salzwasser und im Tidenbereich.

Nach dem Mittagessen und einem kleinen Spaziergang durch die Stadt mache ich mich an den Ölwechsel des Außenbordmotors. Nach Yamaha-Vorschrift sollte man den ersten Ölwechsel nach 20 Motorstunden oder einem Vierteljahr machen. Unser Außenborder hat gerade mal 3 Stunden gelaufen, aber das Öl ist mittlerweile 15 Monate alt. Das ist sozusagen mein Kompromissangebot an den Motor. Grob gemittelt finde ich, dass es jetzt ok ist, das Thema mal anzugehen. Das Motoröl kann man vom Dinghy aus wechseln. Das alte absaugen und neues eingießen. Relativ flott erledigt, wenn man alle Dinge, die man dazu braucht, zur Hand hat. Komplizierter wird es beim Getriebeöl, denn dazu muss der Motor an Land und in einer senkrechten Lage angebracht sein. Auch dafür findet sich eine Lösung. Bis der ganze Krempel erledigt ist, sind trotzdem drei Stunden vergangen.

 Texel liegt hinter uns.


 Ein Krabbenfischer im Marsdiep





 Eine große Armada von Segelbooten und -schiffen läuft aus Harlingen aus.




 Im Noorderhafen von Harlingen bekommen wir einen Platz an einem Schwimmsteg mit Finger. Als wir ankommen, ist der Hafen gerade relativ leer geworden. Das ändert sich im Laufe des Nachmittags und Abends dann aber wieder. 


 Unser Liegeplatz (2. Boot von rechts).



 Der Noorderhaven wird durch eine Fußgängerbrücke geteilt. Sie kann nur manuell geöffnet werden, wie zu Großvaters Zeiten. Geht trotzdem relativ schnell und ohne großen Kraftaufwand.


 Der junge Mann dreht an einer Kurbel und die Brücke beginnt zu rotieren.


 Motoröwechsel beim Außenborder. Kann man vom Boot aus machen, wenn man eine Absaugpumpe hat. 


 Schwieriger wird es beim Getriebeöl. Aber mit dieser Konstruktion geht es ganz gut. Allerdings ist es insgesamt doch ein etwas größerer Aufwand, denn der Motor muss ja erst mal in diese Position gebracht werden.


 Das Ablassen geht noch einfach, ...


 ... aber für das Einfüllen fehlt heute das richtige Werkzeug. Schließlich sauge ich immer etwas Öl an und blase es dann von oben ins Getriebe. Die von Yamaha vorgeschlagene Variante funktioniert heute jedenfalls nicht bzw. verursacht zu viel Sauerei.


 Von unserem Liegeplatz haben wir einen schönen Blick auf das barocke Rathaus.


 Als wir mittags kamen, waren noch einige Plätze am Schwimmsteg frei und links an der Pier lag erst ein Boot. Jetzt am Abend ist es deutlich voller geworden.


 Von Oudeschild nach Harlingen, 50 km bei auflaufendem Wasser.













Einfahrt in den Noorderhaven. Der Track zeigt nur unseren ersten, vorläufigen Liegeplatz (längs am Schwimmsteg), den wir nach einer Viertelstunde wieder verlassen und uns noch etwas weiter innen im Hafen in einer Box mit Fingersteg platzieren. 

Samstag, 14. Juli 2018

Strand- und Badetag


Samstag, 14. Juli 2018. Waddenhaven Texel. Strand- und Badetag in De Koog.

Baden bei Wien. Falsch! Baden bei Ebbe, muss es heute richtigerweise heißen. In der Nähe Badens bei Wien haben wir zwar 10 Jahre lang gelebt und die Assoziation hat auch insofern ihre Berechtigung, als wir dort in unserem Schwimmteich hinterm Haus baden konnten. Heute geht es aber um das Baden im Meer, am Strand, auf der Westseite Texels, und zwar bei De Koog. Logisch, dass wir wieder mit dem Rad hinfahren. Heute scheint die Sonne schon von der Früh an und es weht nur ein lauer Wind, so dass man trotz der immer noch recht kühlen Luft von nur 22 Grad ganz gut am Strand liegen kann. Auch die Wassertemperatur gestattet durchaus ein längeres Bad in den Brandungswellen.

Am Abend gönnen wir uns noch einmal ein leckeres Dinner im „Compagnie“-Restaurant hier im Hafen, bei dem wir schon am vergangenen Sonntag so gut gegessen hatten. Heute wird die Freude allerdings etwas dadurch getrübt, dass wir sehr lange auf unseren Hauptgang warten müssen und es in der Zwischenzeit doch merklich abgekühlt hat, wogegen auch die Decken, die man hier gereicht bekommt, nur noch wenig helfen können.

 Am Strand vor De Koog, dem einzigen Ort auf Texel, der direkt am Meer liegt (oder jedenfalls nur durch die Randdünen davon getrennt). Heute ist es hier erheblich voller als gestern. Auch in unserer Marina sind am Abend alle Liegeplätze belegt.


 Auf den Weiden sieht man relativ viele Pferde, die solche Decken tragen. Da fragt man sich doch gleich, was man mit den Tieren dann im Winter anstellt. Heizdecken?






















Mit dem Rad quer über die Insel und zurück. Das sind heute 27 km.

Freitag, 13. Juli 2018

Strandwanderung nach De Koog


Freitag, 13. Juli 2018. Waddenhaven Texel. Radtour an den Weststrand und Strandwanderung nach De Koog. 26 km per Rad, 10 km per Pedes.

Wie schon in den letzten Tagen ist es auch heute Morgen überwiegend bewölkt. Erst nach Mittag kommt die Sonne raus und strahlt dann bis zum Abend. Die Temperaturen bewegen sich um die 20 Grad. Wir machen uns erst nach dem Lunch auf zum Strand. Dazu müssen wir quer über die Insel fahren. Nach 45 Minuten stellen wir die Räder ab und marschieren zwei Stunden flotten Schrittes den Strand rauf und runter. Anschließend bestellen wir uns kühle Drinks mit Bitterballen im Gastro-Pavillon am Dünenrand und genießen den Blick auf die anbrandenden Wellen. Dann radeln wir noch einmal 45 Minuten retour bis zur Marina, teilweise auf einem anderen Weg. Obschon heute das Wochenende beginnt und wir jetzt wirklich in der Hochsaison sind, gibt es im Yachthafen am Abend sogar noch einige freie Plätze.

























 Radkilometer in blau, Fußkilometer in gelb.