Donnerstag, 16. August 2018

Keilriemen spannen


Donnerstag, 16. August 2018. Harlingen. Kleinere Jobs an Bord.

Wir sind immer noch in Harlingen um auf Angelika und Wolfram zu warten, die uns für ein paar Tage besuchen kommen und am Nachmittag eintreffen werden. Das Wetter ist etwas wechselhaft geworden und die Tage vergehen ohne besondere Ereignisse. Um denjenigen, die hier täglich vorbeischauen, zumindest mal wieder ein paar Zeilen Lesestoff zu bescheren, beschreibe ich einige Kleinigkeiten, die wir hier zu erledigen hatten.

Bereits im Winter hatte ich neue Keilriemen für die Maschine besorgt um die bei Gelegenheit einmal auszutauschen. Nun ist Zeit dafür. Ich schaue in die Bedienungsanleitung des Vetus Deutz und stelle erstaunt fest, dass nur alle 500 Stunden eine Inspektion der Keilriemen vorgesehen ist. Austausch erst dann, wenn Risse oder Ausfransungen festzustellen sind. Ich schaue also mit der Lupe genau hin und finde, dass die Dinger - es sind immerhin vier Stück - noch sehr gut aussehen. Also weshalb austauschen? Aber vielleicht sollte ich sie etwas nachspannen. Zumindest die drei Keilriemen der beiden Lichtmaschinen könnten eine Kleinigkeit mehr Spannung vertragen. Warum haben wir überhaupt zwei Lichtmaschinen? Eine kleine 12 V LIMA gehört zum Motor und lädt ausschließlich die Starterbatterie, eine größere Mastervolt LIMA mit 110 Ampere Leistung bei 24 Volt versorgt die Servicebatterien (4 mal 12 V 200 AH Mastervolt Gel, die im Doppel zu 24-Volt-Paketen zusammengeschaltet sind). Nun, der Job ist nicht kompliziert und relativ schnell erledigt.

Bei einer Inspektion des Schiffsbodens unter den Bodenbrettern im Durchgang zu unserem Schlafzimmer entdecke ich ein paar Roststellen. Die sind sicherlich nicht neu, aber so genau hatte ich dort bisher wohl noch nie hingeschaut. Das Schauen nützt eigentlich auch nicht viel, denn am Rost arbeiten kann man dort ohnehin nicht, weil man mit keinerlei Werkzeug dran kommt, ohne fest verbaute Fußböden, Wände oder Verkleidungen abzureißen. Aber es gibt ja Ovatrol, ein dickflüssiges Öl, was man für solche Zwecke auf solcherart befallene Stellen pinseln kann. Das ist zwar keine Sanierung, kann das weitere Rosten aber aufhalten. Jedenfalls dann, wenn kein Wasser dort steht. Mit einem langstieligen Borstenpinsel kommt man zumindest irgendwie an die Positionen und mit kleiner Kamera und Spiegel verschaffe ich mir Blickkontakt zu den Ecken, die man auf direktem Weg gar nicht sehen kann. Dauert auch nicht lang.


 Die Doppelkeilriemen der starken 24-Volt-Mastervolt Lichtmaschine lassen sich perfekt spannen. Man muss nur eine Mutter auf einer Gewindestange verdrehen. Die zweite, außen liegende Mutter dient der Sicherung.

 Die 12-Volt-LIMA des Deutz-Motors hat eine "klassische" Vorrichtung, die man von Hand spannen kann. Beim Festdrehen der Schraube kann man allerdings keinen Drehmomentschlüssel verwenden, weil die darunter liegende Keilriemenscheibe zu wenig Platz lässt, um eine 13 mm Nuss aufsetzen zu können. 


 Ich entdecke ein paar Roststellen unter den Bodenbrettern, die man leider nicht abbauen oder herausnehmen kann. So ist der Zugang äußerst schwierig.

 Der rote Pfeil zeigt die Stelle, die dem roten Pfeil auf dem oberen Bild entspricht. Sie ist etwa einen halben Meter vom Rand der Inspektionsluke entfernt. Die Höhe dort beträgt etwa 15 cm. Man kommt gerade mit einem langstieligen Borstenpinsel hin, um Ovatrol aufzutragen.

 Diese Ecke ist noch schlechter zugänglich, ...

 ... und ohne Teleskop-Spiegel oder Kamera kann man sie auch gar nicht sehen, geschweige denn, mit ordentlichem Werkzeug dort arbeiten. Da muss auch Ovatrol genügen.

 Der Kormoran sitzt auf unserer Badeplattform und trocknet zunächst seine Flügel. Als ich ihn durchs Schlafzimmerfenster fotografieren will, stellt die Kamera nicht scharf. So werden also nur noch zwei Bilder im Abgang daraus.



Montag, 13. August 2018

WiederDaParty


Freitag, 10. August bis Montag, 13. August 2018. Mit dem Auto nach Süddeutschland zu einer WiederDaParty. Via OS und AA.

Der Sturm hinterlässt keine Schäden am Boot, wohl aber viel Dreck und Blätter. Nach der Ruhe vor dem Sturm geht der Spuk auf einen Schlag am Donnerstag um 2230 los. Den Windmesser hatte ich sicherheitshalber abgebaut, so dass ich die Windgeschwindigkeit nur schätzen kann. Mehr als 30 Knoten sind es aber wohl nicht bei uns an Deck. Einerseits fallen die Böen vermutlich doch schwächer aus, als prognostiziert. Andererseits halten der Berg und die hohen Kastanienbäume viel von unserem Boot ab.

Am Freitagmorgen sind wir um 10 Uhr startklar, und zwar mit dem Auto. Anlass der Reise ist die WiederDaParty der Frieda-Crew, die ihre Weltumsegelung beendet hat und am Samstagabend zu einem netten Gartenfest eingeladen hat. Wir treffen dort auch einige andere Crews, wie die ehemaligen African Affairs und Pacific Highs, die wir in Französisch Polynesien kennengelernt hatten und schließen Bekanntschaft mit den Twiganauten, von denen wir bisher nur gehört hatten. Jedenfalls sitzen hier nun 3 Weltumseglerpaare und 2 ehemalige Segelcrews, die immerhin halb um den Globus gesegelt sind und es bis nach Australien geschafft haben. Wir erleben ein schönes Fest im Freien bei bestem Wetter und sehr kurzweiligen Gesprächen, die sich klarerweise überwiegend um die Segelei, andererseits aber auch um aktuelle Themen der jeweiligen Paare drehen, die sich allesamt nach Jahren des Cruiser-Lebens jetzt wieder in einen mehr oder weniger normalen Zu-Hause-Alltag einleben oder bereits eingelebt haben.

Auf dem Hinweg nach Schäbisch Hall machen wir am Freitag Station bei meinem Bruder in Osnabrück und besuchen meine Mutter im Altersheim. Auf dem Rückweg am Sonntag verbringen wir einen netten und sehr langen Abend bei Birgit und Kalle in der Nähe Aachens, drehen am Montagmittag noch eine kurze Runde durch das Zentrum Aachens, bei der wir auch den Dom besichtigen und fahren am Nachmittag dann die restlichen 340 Kilometer zurück nach Harlingen. Die Erlebnisse auf Deutschlands Autobahnen sind an diesem Wochenende übrigens sehr unterschiedlich. Am Samstag sind wir gefühlt ziemlich allein auf der Straße und der Autopilot fährt uns fast selbständig ans Ziel. Dafür ist der Sonntag die reinste Katastrophe. Ein Stau folgt dem nächsten und die 440 Kilometer werden in sechs Stunden verflixt lang. Am Montag auf den holländischen Highways ist es dann durchwachsen normal; allerdings ist das Wetter nun auch einmal nach langer Zeit nicht mehr sonnig, sondern bewölkt und regnerisch. Die Landwirtschaft freut sich.

 Angekommen in Schwäbisch Hall.

 Viele stolze Weltumsegler an einem Tisch.

 Evi und Frank, die glücklichen Gastgeber.













Letztes Event der Tour: Der Aachener Dom

Donnerstag, 9. August 2018

Vor dem Sturm


Donnerstag, 09. August 2018. Harlingen. Wir holen unser Auto von Elburg und bereiten uns auf den Sturm vor.

Keine großen Events am Mittwoch. Wir kaufen ein paar Klamotten und Lebensmittel. Am Donnerstagmorgen nehmen wir um 0814 den Zug über Leeuwarden nach Zwolle, um von dort mit dem Bus nach Elburg weiterzufahren. Alle Verkehrsmittel sind pünktlich. Im Intercity gibt es ausgezeichnetes Gratis-WLAN und das wird sogar im Bus angeboten (ohne dass wir es austesten). Als wir in diesen einsteigen und beim Fahrer bezahlen wollen, kann der zwar noch den Preis ermitteln, aber dann streikt entweder seine High-Tech-Maschine oder er kann damit nicht umgehen. Wie auch immer, wir brauchen die 16 Euro, die eigentlich fällig gewesen wären, nicht zu bezahlen und werden gebeten, Platz zu nehmen. Allein in einem 50-Sitzer. Und umsonst. Kommt auch nicht alle Tage vor. Nach zweieinhalb Stunden sind wir pünktlich um 1032 in Elburg und müssen noch kleine 20 Minuten bis zum Jachtservice laufen.

Wir hatten uns gestern telefonisch angekündigt, um sicherzustellen, dass wir die Schlüssel bekommen und uns jemand in die Halle lässt, in der der Wagen stehen sollte. Wäre ja blöd, wenn die dort Betriebsurlaub hätten und wir unverrichteterdinge wieder abziehen müssten. Wir erfahren, dass immer mindestens eine Person vor Ort sei und wir deshalb gerne kommen könnten. Wir staunen dann aber nicht schlecht, dass unser Wagen genau dort steht, wo wir ihn selbst vor 3 Monaten hinterlassen hatten. Nämlich nicht in der Halle, sondern vor der Chandlery, mitten im Gelände. Der Werftchef hatte uns im Mai gesagt, er würde den Wagen selbst in die Halle fahren. Die Karre ist entsprechend zugeschissen und die Scheibenbremsen haben ordentlich Rost angesetzt. Und zwar so schlimm, dass wir auf den ersten Kilometern ein periodisches, ziemlich lautes Klopfen von einem der Hinterräder hören. Ich halte ein paar Mal an und wir machen uns schon auf die Suche nach einer Audi-Werkstatt, aber als wir dort ankommen, wird das Geräusch langsam schwächer. Noch einige harte Bremsmanöver und dann ist das ungute Klopfen fast weg. Immerhin sprang der Wagen aber ohne zu mucken an und wir müssen keine Start- oder Anschiebehilfe in Anspruch nehmen.

Um 13 Uhr sind wir wieder zurück in Harlingen. Wir müssen uns auf einen veritablen Sturm vorbereiten. Für heute Nacht ist Windstärke 9 über mehrere Stunden angesagt. In Böen soll es mit bis zu 155 km/h oder 84 Knoten pfeifen. Das entspricht Windgeschwindigkeiten der ersten Hurricanestufe, also schon mehr als Beaufort 12 oder Orkan. Am stärksten soll es zwischen zwei und fünf Uhr in der Nacht orgeln (nach Wetter online). Sorgen bereitet uns das Zelt auf dem Achterdeck. Zwar sind wir gegen die westliche Windrichtung durch die Anhöhe in Luv mit den darauf stehenden Bäumen etwas geschützt. Aber wenn später alles in Fetzen liegt, sagt man sich: „... hätten wir mal ...“ Also verlegen wir unseren Liegeplatz um zwei Ecken weiter nach vorn, so dass wir die Nase etwas besser gegen den Wind bekommen. Wir verholen mit Leinen, den Motor brauchen wir für die 25 Meter gar nicht anzuwerfen. Dann bauen wir den hinteren Teil der Kuchenbude komplett ab und lassen nur noch die (große) Sprayhood oder den vorderen Teil des Zelts stehen. Da der Wind von schräg vorn kommen sollte, sind die projizierten Angriffsflächen nicht so groß und wir hoffen, dass Stoff und Gestänge den Kräften standhalten werden. Die Sitz-Polster kommen unter Deck und der Tisch bekommt seine Persenning übergezogen. Wir haben 6 Festmacher ausgebracht und auch das Dinghy sichern wir jetzt noch mit einer zusätzlichen Leine nach unten, damit es nicht angehoben wird, wenn der Wind von unten dagegen blasen sollte. Die ganze Aktion dauert ungefähr anderthalb Stunden. Gerade, als wir mit allem fertig sind, fängt es an zu regnen.

Anders, als das z.B. auf der Gipsy IIII an einem Ankerplatz gewesen wäre, hält sich unsere Sorge wegen dieses Gewittersturms heute Nacht in Grenzen. Natürlich könnten auch hier einige Dinge durch die Gegend fliegen und Ärger verursachen, z.B. weil Fenster oder Lack Macken kriegen oder unser verkleinertes Zelt doch Schaden nehmen könnte. Das betrifft Autos auf der Straße allerdings gleichermaßen. Deshalb haben wir den Wagen auch entfernt von großen Bäumen geparkt. 












Gegen 8 Uhr auf dem Weg zum Bahnhof. Das Wetter ist noch schön. Blick auf den Norderhafen von Harlingen (Tide und Salzwasser), in dem wir vor drei Wochen gelegen hatten.

 Wegen des bevorstehenden Sturms in der Nacht bauen wir den achteren Teil des Zelts ab und schaffen die Sitzpolster unter Deck. 

 Das Dinghy wird mit  einer zusätzlichen Leine nach unten gesichert, damit es nicht abheben kann.

 Außerdem legen wir das Boot einige Meter weiter nach vorn. Bisher hatten wir dort gelegen, wo jetzt das Heck der Botteryacht zu erkennen ist (links im Bild)

 Kaum sind wir mit den Vorbereitungen fertig, fängt es an zu regnen. Der Wind lässt noch auf sich warten. Die berühmte Ruhe vor dem Sturm.



Mittwoch, 8. August 2018

Von Vlieland nach Harlingen


Dienstag, 07. August 2018. Von Vlieland nach Harlingen, 35 km, 1 Schleuse.

Jetzt, wo wir Vlieland verlassen wollen, wird es leer im Hafen. Vermutlich nur vorübergehend, aber heute Morgen machen sicherlich 10 Motorboote, die bisher verschiedene Multi-Päckchen an unserem Steg gebildet hatten, nach und nach die Leinen los und verduften. Es gibt plötzlich gähnend große Lücken am Steg und das wollen die innen von uns liegenden Boote nutzen, um sich bessere Plätze zu sichern. Also verlegen wir eine Stunde vor unserem Abfahrtermin samt unserem Innenboot eine Station weiter nach achtern. Wir brauchen nichts zu tun, weil wir verschnürt bleiben. Auch das Boot, an dem wir dranhängen, wirft nicht einmal die Maschine an. Bei null Wind lässt sich das Paket mit Leinen bewegen.

Anderthalb Stunden nach Niedrigwasser, d.h. um 1230,  legen wir ab, nachdem wir den Wassertank noch einmal gefüllt und ich unters Boot getaucht bin, um das Laufrad des Logs vom Bewuchs zu befreien. Das Unterwasserschiff ist schon relativ stark bewachsen. Das neue Antifouling ist wohl eher für Süßwasser geeignet. Unterwegs stellen wir fest, dass wir bei unserer Marschfahrtdrehzahl von 1350 Umdrehungen etwa 1,5 bis 2,0 km/h langsamer sind als sonst. Entweder es liegt daran, dass der Bewuchs die Fahrt schon so stark hemmt. Oder der Log-Geber läuft doch nicht frei genug. Das lässt sich über’s GPS heute jedenfalls nicht feststellen, denn wir haben die ganze Zeit über eine starke Strömung, die uns schiebt, so dass die GPS-Angaben zur Geschwindigkeitsmessung durchs Wasser nicht taugen. Bei angezeigten 9,5 km/h dW machen wir meistens um die 15 km/h über Grund. Es herrscht Flaute und die See ist spiegelglatt.

Als wir in den Vorhafen von Harlingen einlaufen, staut sich schon eine stattliche Anzahl von Yachten vor der Schleuse. Wir haben aber Glück, denn die Tore und die Brücke werden gerade geöffnet und der ganze Schwung kann einfahren, ohne dass wir groß vom Gas gehen müssten. Als eines der letzten Boote passen wir gerade noch mit in die große Schleusenkammer. Auf der anderen Seite geht es dann gleich scharf rechts rum in eine kleine Gracht, an der der Yachthafen der HWSV Harlingen liegt. Der Hafenmeister weist uns einen Platz an, aber bevor wir den erreichen, müssen wir noch zweimal durch eine äußerst enge Passage, die auf beiden Seiten nur 20 cm Platz für unser Boot lässt. Gaaanz langsam fahren. Die montierten Hölzer, die eigentlich ein Anstoßen an die Wände verhindern sollen, sind dummerweise waagerecht montiert und ragen an den Ecken in das Fahrwasser hinein, so dass man mit Fendern nichts ausrichten kann. Man darf also keinesfalls anecken, wenn man nicht gleich ein paar ordentliche Schrammen im Lack haben möchte. Von der Steuerposition aus kann man die Schiffs-Seiten übrigens nicht genau erkennen und wenn man erst mal in der engen Durchfahrt drin ist, kann man oben kaum abschätzen, wie viel Platz noch zur Seite bleibt. Und Christine kann schließlich auch nur auf einer Seite schauen. Es gibt keinen Wind, also geht alles glatt über die Bühne und um 1540 liegen wir an einem schönen Platz, nach langer Zeit mal wieder im Süßwasser. Der Liegeplatz ist günstig, jedenfalls im Vergleich zu Vlieland, wo wir pro Tag mehr als das doppelte an Gebühren bezahlt haben.

Dieser Tag ist extrem heiß. In Harlingen hat es heute 32 Grad und auch am Abend kühlt es kaum ab. Um Mitternacht sind es immer noch 25 Grad und im Schiff bleibt es heiß, zumal auch die Wassertemperatur bei 25 Grad Celsius liegt. Für einen Stadtbummel am Abend mit Salat und Pizza, open-air in der Fußgängerzone, sind die Bedingungen aber ideal. Anschließend spielen wir noch zwei Runden Rummikub im Cockpit. 

 Blick auf Vlielands Ost-Ende und das Strandlokal Oost, in dem wir gestern Nachmittag noch gesessen hatten.

 Die letzten Tall Ships verlassen Harlingen und begegnen uns im Fahrwasser "Blauwe Slenk", hier der Viermastschoner "Santa Maria Manuela" aus Portugal.


 Die Sandinsel Richel, dahinter Vlieland mit dem Leuchtturm.

 Die Dreimastbark "Tarangini" aus Indien


 Auch so etwas segelt noch herum. Dieser zweimastige Bootstyp nennt sich "Yawl". Der Besanmast taugt eigentlich für nicht viel mehr als dass die Kinder was zum spielen haben. Solche Boote werden schon lange nicht mehr gebaut. 




 Viel Betrieb vor der Schleuse. Wir haben mal wieder Glück und können gleich einfahren, als wir ankommen.


 Es geht heute nur etwa einen Meter abwärts. Das ist schnell erledigt.

 Ein letztes, kleines Boot schiebt sich noch schnell zwischen zwei andere.

 Die Durchfahrt unter der Brücke ist für uns äußerst eng. Etwa zwanzig Zentimeter Platz auf beiden Seiten ist nicht viel.

 Unser Liegeplatz für die nächsten Tage. Etwa einen halben Kilometer vom Zentrum entfernt.

 35 Kilometer von Vlieland nach Harlingen.













Die Pfeile markieren die beiden Engstellen. Der rechte Pfeil zeigt die Brücke (s. 4 Bilder weiter oben).

Montag, 6. August 2018

Kormoran und Rahsegler


Montag, 06. August 2018. Vlieland. Am Strand beobachten wir einen Kormoran und die auslaufenden Rahsegler.

Wie schon so oft in diesem Sommer: Sonne pur, den ganzen Tag. Kaum Wind, Lufttemperatur 27 Grad. Also radeln wir zum Strand, faulenzen, baden, beobachten einen Kormoran, der fast eine Stunde lang ganz in unserer Nähe am Strand steht und sich weder durch passierende Spaziergänger noch neugierige Hunde erschrecken lässt. In der Ferne sehen wir dann einige der Tall Ships, die von Harlingen kommen, auslaufen. Leider allesamt nicht unter Segeln, dafür ist wohl einfach zu wenig Wind.



 Der Kormoran sitzt nur etwa 3 Meter von uns entfernt am Wasserrand und lässt sich weder von Mensch noch Tier erschrecken.






Ein Dekolleté ...


 ... am Rücken.
















Pumuckel und die Rahsegler.

Sonntag, 5. August 2018

Ins Vogelparadies Vlielands


Sonntag, 05. August 2018. Vlieland. Verlege-Aktion im Päckchen am Vormittag. Nachmittags mit dem Rad zum Vogelschutzgebiet, Posthuys, Badhuys.

Wir haben unseren Nachbarn im hinter uns liegenden Päckchen erzählt, dass wir am Dienstag von Vlieland aufbrechen wollen. Da man ihnen ab heute einen etwas ungünstigeren Platz zuweisen wollte, fragen sie höflich an, ob wir nicht die Plätze tauschen und sie innen an den Steg könnten. Sie wollen schließlich noch drei Wochen hier bleiben. Wir willigen ein und also gibt es einen großen Rangierbahnhof an dessen Ende wir als drittes Boot außen im Päckchen liegen.

Am Nachmittag radeln wir wieder Richtung Posthuys, bzw. zunächst mal daran vorbei, denn etwas weiter westlich geht es links ab in das große Vogelparadies. Abseits der Pfade darf man sich nicht begeben, aber an einer Stelle führt eine Art Laubengang mehrere hundert Meter weit zwischen die kleinen Lagunen. Am Ende des Gangs befindet sich eine garagenförmige Hütte mit Sehschlitzen, durch die man einen guten Blick auf die Nistplätze der Seevögel hat. Wir wandern eine ganze Zeit in dem Gebiet herum und genehmigen uns anschließend im Posthuys einen Eisbecher mit Erdbeeren.

Zurück nach Oost-Vlieland fahren wir wieder durch die Dünen. Um 18 Uhr kommen wir am Badhuys an. Zunächst wollen wir nur fragen, ob wir für den Abend einen Tisch reservieren können, überlegen es uns aber anders und bleiben gleich dort. Erstens hätten wir später vermutlich keine Lust mehr, noch mal das Boot zu verlassen. Zweitens hätte es wohl auch gar keinen freien Tisch mehr für die in Frage kommende Zeit gegeben. Auch unseren Tisch müssen wir bis 19 Uhr räumen. Die Küche ist schnell, also ist das kein Problem. Die Lage dieses Restaurants und das Ambiente sind phantastisch. Insofern ist es erklärlich, dass dort die Plätze immer frühzeitig reserviert sind und man durch die Finger schaut, wenn man sich zu spät meldet. Die Küche ist allerdings nicht unbedingt zu empfehlen. Das Essen ist zwar ok, aber für den Preis nicht besonders raffiniert und entspricht tatsächlich eher dem Strandcharakter. Das war neulich in dem Lokal weiter östlich am Strand eine ganz andere und deutlich bessere Nummer. Satt geworden sind wir aber trotzdem.

 Blick nach Osten ins Wattenmeer hinter Vlieland bei Hochwasser.

 Im Vogelschutzgebiet im Westen Vlielands gibt es einige Lagunen, die den Vögeln vorbehalten sind. Sie sind mit dem Wattenmeer verbunden und ändern deshalb permanent ihre Wasserstände.




 Dieser mehrere hundert Meter lange blickdichte Weg führt zwischen zwei Wasserflächen. Am Ende befindet sich ein Unterstand, aus dem heraus man die Vögel beobachten kann ohne diese zu stören.






 In der Ferne liegt das Posthuys mit einigen weiteren Gebäuden.


 Im Hintergrund erkennt man die Nordspitze Texels mit dem Leuchtturm.





 Wir sind nicht die einzigen Vogelbeobachter. Diese hier haben das etwas bessere Equipment dabei.












 Auf dem Rückweg fahren wir wieder durch die Dünen auf der Nordwestseite der Insel.







 Blick nach Osten. Im Hintergrund Terschelling.



 Dinner - schon um 18 Uhr - im Badhuys. Tolle Location, aber Küche und Service vermögen uns nicht zu überzeugen.





 Nach dem Essen noch ein kleiner Strandspaziergang.



 Häuser mit Reetdächern gibt es nur sehr wenige in Vlieland.


 Wieder eine neue Konstellation am Liegeplatz in der Marina. Nach einer großen Rangieraktion am Vormittag liegen wir wieder außen in einem Dreierpäckchen.

 Die beiden roten Flaggen an der Hafeneinfahrt zeigen an, dass der Yachthafen voll ist. 


 Solche großen Botteryachten sind ganz sicher angemeldet, denn für sie gibt es noch freie Plätze. Der Hafenmeister wartet schon in seinem Schlauchboot, um diese zuzuweisen.