Mittwoch, 11. Juli 2018.
Texel/Waddenhaven in Oudeschild. Radtour Texel Süd, 39 km per Bike, 6 km zu
Fuß.
Am Dienstag ist schlechtes
Wetter angesagt und das ist dann auch den größten Teil des Tages so. Deshalb
beschäftigen wir uns mit Lesen, gehen am Nachmittag eine Stunde um und durch
Oudeschild und verlegen unser Boot anschließend ein paar Meter weiter in eine
frei gewordene Box. Hier liegen wir mit der Steuerbordseite immer noch am Steg,
haben aber den Vorteil, dass wir niemanden mehr längsseits bekommen können, was
an dem alten Platz bei Hochbetrieb am Wochenende durchaus hätte sein können.
Wenn es sich vermeiden lässt, ist es uns doch lieber, nicht im Päckchen liegen
zu müssen, zumal es einem hier durchaus passieren kann, ein Charterboot mit
achtköpfiger Crew an die Seite zu bekommen. Das Getrappel über Deck sparen wir
uns so jedenfalls.
Am Mittwoch steht wieder
eine Radtour auf dem Programm. Zunächst fahren wir auf der Ostseite der Insel
nach Norden zum kleinen Dorf Oosterend, das ziemlich schnuckelig sein soll.
Tatsächlich gibt es einige nette alte Häuschen im Ort, die wir uns auf einem
Fußmarsch anschauen und anschließend in einem derselben zu Mittag essen. Dann
geht es wieder mit den Rädern weiter, diesmal nach Südwest, durch De Waal
hindurch, an Den Burg vorbei und nach Den Hoorn, wo wir uns Kaffee und Kuchen
gönnen, bevor wir noch ein paar Kilometer westlich bis an den Strand fahren.
Dieser ist breit und ewig lang. Wir laufen eine halbe Stunde am Wasser entlang
durch den feinen Sand südwärts, drehen wieder um und gehen dann die finale
Etappe des Tages an, die auf den letzten Kilometern gegen den im Laufe des
Tages immer stärker werdenden Wind führt.
Um 1730 sind wir wieder auf
unserem Schiff, was übrigens scheußlich dreckig von den Baggerarbeiten am Deich
neben uns ist. Hier werden in großem Maßstab Steine und Erdmassen bewegt und
bei dem kräftigen Wind wird der Staub dummerweise zu uns herübergetragen. Da
ein Ende der Arbeiten nicht abzusehen ist, haben wir uns entschlossen, die
große Putzaktion erst dann zu starten, wenn sich die Bagger definitiv verziehen
oder wir kurz vor der Abreise stehen. Whatever is nearer.
Wie schon gestern Abend
(Frankreich-Belgien), schaue ich mir auch heute das Halbfinalspiel der
Fußball-WM (England-Kroatien) im großen Aufenthaltsraum der Marina an. Von hier
hat man durch große Glaswände einen tollen Blick auf den Hafen und das dahinter
liegende Wattenmeer. Vor dem großen Flatscreen, der an der Wand hängt, sitzen zeitweilig mehr als 20
Personen, die meisten davon wohl Holländer, dazwischen aber auch ein paar
Deutsche und Engländer. Also gibt es durchaus etwas Stimmung im Saal.
Unser neuer Liegeplatz im Waddenhaven Texel. Wir sind 30 Meter nach vorn verzogen.
Am Strand westlich von Den Hoorn.
Wegen ihrer Hautabschürfungen vom Sturz auf dem Steg ist Christine heute etwas gehandicapt, aber sie hält sich wacker.
Runtastic-Karte der heutigen Tour. Die Farben bilden die Geschwindigkeit ab (grün langsam, rot schnell). Den grünen Teil links unten am Strand haben wir zu Fuß zurückgelegt.
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