Mittwoch, 5. September 2018

Zum Princenhof


Mittwoch, 05. September 2018. Von der Peanster Ee zum Princenhof (Fokkesleat), 10 km.

Noch ein schöner warmer Tag mit relativ viel Sonne, wenn sie zwischendurch auch immer mal wieder nur milchig durch dünne Wolkenschichten leuchtet. Wir fahren mittags los Richtung Earnewald, Princenhof und sind schon bald im Nationalpark De Alde Feanen. Die Wassertiefen sind gering und manchmal haben wir nur noch 10 cm unterm Kiel. Nach anderthalb Stunden Fahrzeit machen wir wieder an einem freien Anlegeplatz fest. Die Maschine lassen wir noch eine Dreiviertelstunde laufen um die Batterien weiter zu laden. Vor dem Start waren sie auf 72 Prozent runter. Bei 90 Prozent Ladung beträgt der Ladestrom noch 27 Ampere, da wird es langsam unökonomisch, den Diesel noch weiter laufen zu lassen, zumal uns auch das Motoren- und Auspuffgeräusch langsam stört. Also: Feuer aus.

Wir bringen das Dinghy wieder ins Wasser und ich nehme mir die rostigen Haltebleche der Scheuerleiste an Steuerbord für eine Owatrolbehandlung vor. Deshalb haben wir ausnahmsweise mal mit Backbordseite angelegt. Erfreulicherweise gibt es nicht ganz so viele rostige Spots wie auf der anderen Seite. Anschließend drehen wir mit dem Beiboot eine Runde durch kleinere Kanäle im Nationalpark, die wir mit der Gipsy nicht befahren könnten. Es gibt eine Tankstelle beim Passantenhafen und da füllen wir gleich unseren Benzintank des Dinghies auf. Wir überlegen, ob wir später mit dem Gummiboot zum Abendessen in den Ort oder zum Princenhofhotel auf der Ecke fahren sollten. Aber Christine hat keine Lust, sich aufzubrezeln. Stattdessen kocht sie uns eine leckere überbackene Gemüsepfanne. Nach dem Sonnenuntergang herrscht hier - wie gestern auch schon - ringsum tiefste Stille und etwas später ebensolche Dunkelheit. Ohne größere sonstige Aktivitäten komme ich auch mal zu längeren Leseeinheiten. Unser Fundus an E-books ist schließlich fast unermesslich groß.




Auf dem Weg zum Princenhof kommen uns im Folkertssleat zwei große Botter unter Segeln entgegen. An der flachsten Stelle haben wir in diesem Kanal nur noch 10 cm Wasser unterm Kiel.












 Liegeplatz am Fokkesleat. Auch hier ist es sehr flach. Das Echolot zeigt 0,1 m unter Kiel an.





Dienstag, 4. September 2018

Badetag am Aegehoek


Dienstag, 04. September 2018. Von Grou nach Aegehoek in der Peanster Ee, 5 km. Wir übernachten in der Botanik, gehen baden und arbeiten mit Owatrol.

Wir entscheiden erst beim Kaffee am Morgen, wohin wir heute fahren wollen. Nicht weit jedenfalls. Gleich um die Ecke gibt es reichlich Stege in der Wildnis, an denen wir bei dem schönen Wetter festmachen und übernachten können. Die Peanster Ee weitet sich zu einem kleinen See und wir fahren an verschiedenen Anlegern vorbei bevor wir uns für einen entscheiden. Einen Platz zu bekommen ist nun überhaupt kein Problem mehr. Es wird leerer auf Frieslands Gewässern. Nach 30 Minuten Fahrzeit liegen wir um 12 Uhr schon wieder vertäut.

Es ist mit 24 Grad so warm, dass wir mehrmals schwimmen gehen. Die Wassertemperatur beträgt immerhin noch 20 Grad. Leider entdecken wir aus der niedrigen Perspektive auch einige Roststellen an den Stahlblechen, die unser Fender-Rope nach unten stützen. Noch etwas schlimmer sieht es an den beiden Wasserausläufen der Vorpiek (Steuerbord) und der Gasbehälter (Backbord) aus. Eigentlich müsste hier dringend saniert werden. Aber wenn man damit beginnt, wird wohl eine Komplettlackierung des Rumpfes fällig werden. Ärgerlich, wenn man das machen muss, obwohl nicht einmal 1 Prozent der Fläche das Problem darstellt. Die Gammel-Ecken liegen natürlich so verborgen, dass man sie im Normalfall gar nicht sieht. Die Wasserabläufe sind von außen mit einem gebogenen Blech verdeckt und die Haltebleche der „Scheuerleiste“ kann man von oben gar nicht sehen. Man muss also schon regelrecht auf Inspektionstour gehen. Ich hole gleich mal das Owatrol-Öl aus der Backskiste und pinsele die betroffenen Stellen damit ein. Das sollte das Weiterrosten zumindest etwas verlangsamen.

Das Wetter bietet sich regelrecht für einen Sundowner an, den wir an Deck mit Blick auf die Sonne genießen, auch wenn sie um 17 Uhr noch nicht wirklich untergeht.

 Wir verlassen Grou kurz vor Mittag.


 Wir hatten ohnehin nicht vor, durch die Keersluis im Janssleat zu fahren. Wäre uns aber auch etwas zu eng, wenn an beiden Seiten gerade mal noch 7 cm Luft bleiben.

 Dafür finden wir diesen schönen Parkplatz am Aegehoek.


 Bis in den frühen Nachmittag herrscht bleierne Flaute. Später frischt der Wind dann deutlich auf.


 Ab ins Wasser

 Auf der anderen Seite unserer kleinen Insel gibt es noch komplett freie Stege, ebenso ...

 ... in diesem kleinen Hafenbecken, ebenfalls auf der anderen Seite unserer Insel. Für das Anlegen braucht man nichts zu bezahlen, darf allerdings auch höchstens drei Tage bleiben.



 Das Dinghy kommt mal wieder zum Einsatz. Allein mit mir an Bord schafft es der 6 PS Yamaha auf 23 km/h.










Die Bleche, die das Fender-Rope von unten stützen, rosten vor sich hin. Ich pinsele den größten Teil mit Owatrol ein. Die achteren zwei Drittel an Steuerbord sind nicht erreichbar und müssen bei nächster Gelegenheit behandelt werden. 



















Von Grou nach Aegehoek in die Peanster Ee, kleine 5 km.

Montag, 3. September 2018

Von Leeuwarden nach Grou


Montag, 03. September 2018. Von Leeuwarden nach Grou, 15 km, 4 Brücken.

Um nicht in die Mittagspause der Brückenöffnungszeiten zu kommen, fahren wir erst um 1215 vom Neuen Leeuwarder Jachthaven los. Die Strecke ist nicht lang und so kommen wir schon um 14 Uhr an unserem Tagesziel an, dem alten Fischer- und heutigen Touristen- und Wassersportort Grou. Die großen Sommerferien in Friesland sind seit gestern vorbei und das bemerkt man sofort daran, dass plötzlich jede Menge freie Liegeplätze verfügbar sind. Nach dem Festmachen erkunden wir den 5700-Seelen-Ort indem wir einmal an der Wasserfront entlang und durch die interessantesten Straßen laufen. Wir sind beide etwas müde und zu keinen großen Taten aufgelegt.

 Kleine Insel vor Grou

 Das Teehuis und vorgelagerter Yachthafen in Grou





 Von Leeuwarden nach Grou, 15 km.



Sonntag, 2. September 2018

Die Heizung geht wieder


Sonntag, 02. September 2018. Auto abholen, ein Besuch bei Emmy und Walter, Wohnebenentreffen in Velen. Und die Heizung läuft wieder.

Am Donnerstagvormittag holen wir das Auto vom Parkplatz in Harlingen ab. Wir planen schon sehr früh aufzustehen, weil wir eigentlich mit den Fahrrädern die 30 Kilometer bis zur Küste fahren wollen und in den frühen Morgenstunden das Wetter am passendsten sein sollte. Aber der starke Wind, den wir überwiegend von vorn hätten, schreckt uns dann doch ab. Also drehen wir uns noch einmal in der Koje um und nehmen den Zug um 1020. Drei Kilometer bis zum Bahnhof laufen wir flotten Schrittes zu Fuß, ebenso die fast genauso lange Strecke von der Endstation in Harlingen bis zum großen Parkplatz, auf dem wir vor zwei Wochen unseren Wagen zurückgelassen hatten.

Mittags sind wir wieder in Leeuwarden und fahren als Erstes zum Gelände der Firma Hemrik Marine, die auf der anderen Kanalseite, schräg gegenüber von unserem aktuellen Liegeplatz angesiedelt ist. Dort gibt es schöne und saubere, vor allem aber überdachte Wasserliegeplätze. Es wäre nicht schlecht, wenn wir dort noch einen Winterliegeplatz bekommen könnten. Aber leider ist bereits alles ausgebucht. Also bleibt es für uns beim geplanten Hallenplatz an Land in Elburg. Same procedure as last year.

Am Abend fahren wir zu Emmy und Walter, um uns deren neues Boot anzuschauen. Ein schönes, stabiles Stahlschiff etwa gleicher Größe wie unseres. Der Abend dauert bei Bier, Wein und Snacks mal wieder deutlich länger, als eigentlich geplant. Ist aber kein Wunder, denn für uns vier gibt es reichlich Gesprächsstoff, wie man sich ja wohl leicht vorstellen kann.

Am Freitagmorgen fahren wir mit dem Auto zum Wohnebenetreffen und besuchen auf dem Weg dorthin meine Mutter im Pflegeheim. Das Meeting findet im Sportschloss Velen statt und ist wie immer ausgesprochen interessant und kurzweilig. Wir treffen uns in dieser Runde nach Abschluss unseres Studiums bereits zum 39. Mal und die Teilnehmerzahl ist nach wie vor konstant hoch.

Am Sonntag sind wir am frühen Nachmittag wieder an Bord. Man hat unser Boot ein paar Meter weiter verlegt und dabei ein ziemliches Durcheinander mit den Leinen veranstaltet. Der unschöne Zustand ist schnell behoben und nach einem Kaffee an Deck fahren wir zum Albert Heijn zum Einkaufen. Die großen Lebensmittelgeschäfte haben hier auch sonntags bis 18 Uhr geöffnet. Dann ziehe ich mir den Blaumann an und steige in den Motorraum, um den Ölfilter der Zentralheizung zu tauschen. Das Ersatzteil hatte ich zu einem der Teilnehmer des Treffens schicken lassen. Ich stinke anschließend etwas nach Diesel aber die Heizung funktioniert tatsächlich wieder.

 Die Blue Lady von Emmy und Walter.

 Das Sportschloss Velen ist eine beliebte Location für Veranstaltungen aller Art. Oft finden zwei Hochzeitsfeiern gleichzeitig statt.

 Besichtigung der Glockengießerei in Gescher mit anschließender Wanderung nach Velen bei schönstem Wetter.

 Obligatorisches Gruppenfoto.












Und dann sogar noch ein produktiver Abschluss des Wochenendes. Ich tausche den Ölfilter für die Heizung aus. Anschließend läuft sie wieder.